Der Ursprung für das heute erfolgreiche Familienunternehmen liegt schon mehr als 250 Jahre zurück. Verfolgen Sie die spannende Geschichte der Familie Kaulard aus Eicherscheid.
1756
Während seines Militärdienstes erlernte Peter Kaulard das Uhrmacherhandwerk. Als er im Jahre 1756 zu seiner Familie nach Eicherscheid zurückkehrte, beginnt er Eifeler Wanduhren anzufertigen. Diese Uhren, die in zahlreichen Bürgerhäusern als Zierstücke standen, waren in der Region sehr beliebt. So lieferte Peter Kaulard seine Uhren nach St. Vieth und Malmedy sowie nach Aachen, Düren und Stolberg.
Aus diesem Jahr gibt es eine Wanduhr, die heute noch einwandfrei arbeitet.
1791
Am 17.5. des Jahres heiratete sein Sohn Paulus Kulert (1753-1816) in Eicherscheid Agnes Schedt (1769-1826). Sie hatten 7 Kinder unter ihnen als drittes Kind der Sohn Martinus (1795-1824) der das Uhrmacherhandwerk erlernte.
1823
10.06.1823 meldet der Uhrmachermeister und Enkel Martinus Kaulard, die Geburt seines Sohnes Mathias Geradus Kaulard, der ebenfalls das Handwerk des Uhrmachers erlernt. Noch ahnt niemand, dass damit der Grundstein für das heute erfolgreiche Familienunternehmen gelegt wurde.
1849
Am 07.11.1849 heiratete der Uhrmacher Mathias Gerardus Kaulard in Eicherscheid Johanna Catharina Röhrlich (1824-1901). Sie hatten 4 Kinder. Der älteste Sohn Martinus Kaulard (1851-1921) tritt in die väterlichen Fussstpfen und erlernt ebenfalls das Uhrmacherhandwerk.
1877
Am 9.5.1877 heiratet Martinus in Eicherscheid Maria Johanna Kaulard. Sie hatten 7 Kinder. Auch ihr Sohn, Mathias Henriecus, führt die Familientradition und wirde Uhrmacher.
1906
Am 20. September 1906 legt Mathias Henriecus vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Aachen seine Meisterprüfung als Uhrmacher ab. Außerdem erlernt er das Optikerhandwerk, schließlich verbindet die Präzisionsarbeit beide Handwerksberufe.
1907
Die florierende Tuchmacherstadt Monschau ist wegen seiner edeln Stoffe bis in den mittleren Orient bekannt. Der Enkel von Matthias Geradus, Mathias Henriecus Kaulard erkennt und nutzt diese Chance und zieht mit seiner Familie von Eicherscheid nach Monschau. Am Monschauer Markt - im heutigen Restaurant Stadtkrone - eröffnet er eine Filiale des Eicherscheiter Beriebes.
1914
Seine Filiale war so erfolgreich, dass Mathias sich schon bald das altstädtiche Anwesen in der Laufenstraße 30 kaufen konnte. Er baute das Haus so um, das er 1914 mit seinem Betrieb dorthin ziehen konnte. Dieses Geschäft hatte gerade eröffnet, da musste es auch schon wieder geschlossen werden. Einen Tag später brach der Erste Weltkrieg aus und musste bis Kriegsende dem kaiserlichen Heer als Soldat dienen.
1954 - 1957
Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft übernimmt sein Sohn Benno mit seiner Frau Otty das Unternehmen. Kurze Zeit später wird in Simmerath die erste Filiale in der ehemaligen Uhrmacherei Braun eröffnet. Auch in Monschau planen die beiden große Veränderungen: Nach zweijähriger Umbauphase wird das Geschäft in das neue Wohn- und Geschäftshaus „Haus im Felsen“ in der Rurstrasse verlegt.
1965
Die Geschäftsräume in Simmerath werden umgebaut und die Verkaufsfläche wird mehr als verdreifacht. Neben der bisherigen Uhrmacherei präsentieren die beiden eine vielfältige Auswahl an Schmuckkollektionen und Porzellanen.
1972 - 1974
Auch im Monschau wird das Angebot ausgedehnt: Das Haus in der Rurstrasse wird vollständig umgebaut, die historische Fassade hingegen bleibt erhalten. Die Geschäftsräume vergrößern sich von 70 auf 240 m² und erstrecken sich über vier Etagen, auf denen Otty und Benno hochwertige Uhren und Juwelen, sowie ausgefallene Porzellane und kleine Geschenke verkaufen. Das „Haus im Felsen“ heißt seit dem „Gelbes Haus“. Dies ist dem Landeskonservators zu verdanken, denn er hat für den Außenanstrich die Farbe Gelb vorgeschlagen. Der älteste Sohn Hans-Benno und seine Frau Reinhild treten 1974 in die Firma ein.
1980
Als Hans-Benno seine Meisterprüfung als Augenoptiker erfolgreich ablegt, eröffnet er kurze Zeit später das erste Spezialgeschäft für Augenoptik in Monschau Imgenbroich.
1988 - 1989
In Simmerath sollen zukünftig alle Geschäftsbereiche wieder unter einem Dach vereint werden. 1988 wird mit dem Bau des neuen Wohn- und Geschäftshauses in der Robert-Koch-Straße begonnen. Schon nach 11 Monten findet die Eröffnung statt. Neben dem Geschäft und den Wohnungen beziehen ebenfalls ein Augenarzt und ein HNO Arzt ihre Praxen in der ersten Etage.
2000
Nach einer intensiven Umbauphase eröffnen Reinhild und Hans-Benno zum Start in das neue Millennium eine weitere Filiale für Uhren, Schmuck und Augenoptik im historischen Wernershof in der Trierer Straße 221 – 225 in Imgenbroich.
2001
Die beiden Brüder Hans-Benno und Matthias lösen die Firma Matthias Kaulard OHG am 1. Februar 2001 auf. Reinhild und Hans-Benno führen seitdem die Familientradition unter der Firmierung Kaulard Juweliere, Uhrmacher seit 1823 und Augenoptiker im Gelben Haus in Monschau, im Wernershof in Imgenbroich und in Simmerath in der Robert-Koch-Straße fort.
2003
Die Augenoptik im Wernershof in Imgenbroich erhält als erster Betrieb der Augenoptikerinnung Aachen die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 und zeigt so seinen Kunden ihren extrem hohen Qualitätsanspruch. Hans-Benno Kaulard freut sich besonders über die Aussage des Prüfers, er habe in seiner langjährigen Praxis noch keinen Betrieb vorgefunden, in dem die Zertifizierung innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden konnte.
2004
In Deutschland leben ca. vier Millionen Menschen mit verminderter Sehleistung hervorgerufen durch den grauen Star, Makuladegeneration oder Netzhautveränderungen durch Diabetes. Daher entschied sich Hans Benno Kaulard, an verschiedenen Fortbildungen der wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptiker (WVAO) teilzunehmen. Nach Abschluß wird er mit dem Zertifikat „Anerkannter Fachberater für Sehbehinderte“ ausgezeichnet.








